Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis

Die deutsche galaktische Bundesrepublik wird von Unruhen erschüttert. Grund dafür sind illegal importierte Feuerwerkskörper aus Polen, die zumindest zeitgemäß – nämlich ungefähr 7 Stunden vor Beginn des Spektakels- mit lautem Gegröle, in das damals noch nicht ganz so große Ozonloch geschossen werden.

Wir schreiben das Jahr 1997, es ist Sylvester. An diesem Tag sagte ich -Josephine, genannt Joey- allen Blondinenklischees von Paris Hilton bis Sharpay aus High School Musical den Kampf an. Die blonde Bedrohung war geboren.

Meine Kindheit verlief weniger spannend als ich es mir gewünscht hatte. Denn trotz jedweder Bemühungen in der Aussprache von Zaubersprüchen und dem Versuch mit jeder Schlange zu sprechen die mir über den Weg kroch, stellte ich bald fest, dass zwischen Berlin und Hogwarts wohl ein verzwicktes Handelsembargo der Posteulen besteht. Auch kein grauhaariger Zauberer – mit höherer Pfeifen-credibility als Snoop Dog – lud mich zu einem verheißungsvollen Abenteuer ein.

Ich entschied also mein ganz eigenes Abenteuer zu beginnen.

Der schwarze Magier sowie Kollege Simon Ludwig und ich

Ein kleines Brett mit vier Rollen half mir dabei mich fast so unbesiegbar und schnell zu fühlen, wie Anakin auf seinem Podracer. Genauso wie mich die Entdeckung des absolut umwerfenden Getöse der Misfits, alle einhergehenden Stürze und Bodenküsse vergessen ließ. Oder die Schmerzensschreie von Glenn Danzig, die einfach lauter waren als meine eigenen.

Die Liebe zu Brettern mit denen man beeindruckende Geschwindigkeiten erreichen konnte hatte begonnen. Es folgten Longboards, Windsurf-Boards, Wake-Boards und schließlich auch die Königsdisziplin – das Wellenreiten. Bei meinem ersten Versuch an der französischen Küste wäre ich auch fast abgenippelt, was mich in meinem idiotischen Enthusiasmus jedoch nur noch bestärkte. Ich war mit einem blauen Auge davon gekommen und wollte “Meer”.

Ich war in einer Nirvana Cover Band, klingt komisch – ist aber so.

Das Mädchen, was immer in der letzten Reihe saß und mit ihrem bösen Gesichtsausdruck selbst Mr. Cobain Konkurrenz machte schwänzte also den Abiball und saß kurz darauf in einem Flieger in das Kalifornien Europas – Portugal.

Dort nahm ich den vorstellbar schlecht-bezahltesten Job als Küchenhilfe in einem Surfcamp an und ließ mir Schwimmhäute zwischen den Fingern wachsen. Doch jeder “Endless Summer” geht einmal zu Ende und ich musste in das Schland zurückkehren, dass im Winter nur aus drei Farben zu bestehen scheint, matschgrau, matschgrün und matschbraun .

Aber ein Fisch hält es nunmal nicht lange auf dem Trockenen aus und einige Monate später hieß es: Pura Vida en Nicaragua! Innerhalb von 5 Monaten reiste ich durch 6 Länder – nicht ohne Komplikationen. Eine davon bestand aus einem Reisebus, welcher nach einem Aufstand kurz hinter der Honduranischen Grenze, durch eine Bresche aus brennenden Barrikaden raste. Mit mir darin, die Nase an die Fensterscheibe geklebt und „Anarchy in the UK“ (oder eher Honduras) im Ohr.

Die Komplikationen waren trotz anfänglicher Todesangst ganz nach meinem Geschmack und wenn ihr glaubt das war schon alles von mir, dann irrt ihr euch gewaltig!

Denn eins ist sicher, weitere Abenteuer werden folgen und ich brenne darauf sie Euch in diesem Blog zu erzählen!

und zum Abschluss, ich und ein cooler Monster-Truck