Es ist Sonntagabend 20:13 Uhr. Ich sitze vor dem Fernseher und frage mich, ob ich mir den Tatort ansehen soll oder nicht. Die andere Möglichkeit wäre ein paar Minuten zu gehen und sich den Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld anzuschauen. Ich entscheide mich dafür und ich kann euch im Nachhinein sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Wer auf dem Tempelhofer Feld noch keine Zeit verbracht hat, sollte das schleunigst ändern. Für alle die, die es nicht kennen: Das Tempelhofer Feld ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt und war früher Teil des Flughafens Tempelhof.

Aber wieso erzähle ich euch das alles? Weil wir als Studierende der SFU Berlin uns quasi nebenan aufhalten. Gerade im Sommer kann man dort ideal die Zeit zwischen zwei Vorlesungen verbringen. Oder nach einem langen Tag in der Uni entspannen und sich den Sonnenuntergang anschauen.

Apropos Sonnenuntergang, ich habe gar nicht meine Geschichte weitererzählt. Es war der erste Tag in diesem Jahr, an dem die dreißig Grad geknackt wurden. Also dachte ich mir, genieß lieber die letzten Stunden eines sehr warmen Tages, anstatt drinnen zu bleiben. Einige Minuten später stehe ich mitten auf der Startbahn eines ehemaligen Flughafens. Der Flughafen, an dem sich 1948 die berühmte Berliner Luftbrücke zugetragen hatte. Um mich herum fahren Fahrradfahrer*innen und Inlineskater*innen, die die letzten Sonnenstrahlen genießen. Rechts neben mir auf dem Feld höre ich Musik von einer Gruppe Jugendlichen. Auch sie warten auf den Sonnenuntergang. Ich drehe mich um und sehe weit weg einige Kitesurfer*innen, die das Tempelhofer Feld und die große Freifläche gerne ausnutzen. Das Tempelhofer Feld bietet außerdem eine ganze Reihe von Sport- und Freizeitaktivitäten an. Es gibt auch einige Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Formula E, die dort regelmäßig stattfinden.

Ein beliebter Ort: der Grillplatz

Es ist zwar schon fast dunkel, aber trotzdem liegt noch ein leichter Geruch von gegrilltem Fleisch und Holzkohle in der Luft. Der Geruch kommt vom Grillplatz, einem sehr beliebten Ort auf dem Feld. Gerade am Wochenende strömen ganze Familien zum Grillplatz und verbringen den ganzen Tag dort.Ich freue mich sehr, dass wir direkt neben einem so vielseitigen Ort studieren. Das Tempelhofer Feld bietet so viele Möglichkeiten sich vom Unistress abzulenken, Zeit mit Freunden zu verbringen oder sogar Sport zu machen. Meine Mitbewohnerin geht dort übrigens gerne joggen und kann es sehr empfehlen. Das alles auf dem Gelände eines ehemaligen Flughafens finde ich immer wieder beeindruckend.

Ich drehe mich wieder zur Sonne um, suche mir einen guten Platz auf dem Feld und schaue mir eines der beliebtesten Naturereignisse an. So sieht das abends übrigens auf dem Tempelhofer Feld aus.

Einige Minuten später befinde ich mich auf dem Rückweg nach Hause. Mein Handy vibriert plötzlich. Eine neue Nachricht von meiner Mutter: „Hast du den Tatort gesehen? Der war richtig schwach!“ Also alles richtig gemacht.