„Salat alles?“, fragte der Mann. „Alles außer Zwiebeln“, antworte ich.

„Welche Soße bitte?“, fragt der Mann kurz darauf.

Ich stehe vor einer weißen Dönerbude in Berlin am Mehringdamm und gebe meine Bestellung auf. Hinter mir ist eine 50 Meter lange Schlange. Wie lange ich gewartet habe, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. In der Schlange fühlt es sich ein bisschen wie am Flughafen an. Ich höre Französisch, Spanisch und natürlich Englisch. Viele Touristen zieht diese kleine unscheinbare Bude an. Irgendwann habe ich angefangen mir einen Podcast anzuhören und plötzlich war ich an der Reihe. An den Seiten kleben hunderte Sticker von Kunden aus der ganzen Welt.

Berlin ist neben der Currywurst ebenfalls weltweit für den Döner bekannt. Der Döner Kebab wurde 1972 hier in Berlin von Kadir Nurman erfunden. Er nahm ein Fladenbrot und befüllte es unter anderem mit Fleisch. Mittlerweile gibt es rund 16.000 Dönerbuden in Berlin. Trotzdem hat Mustafa‘s Gemüsekebab es geschafft in allen Touristenführern, als der Döner Kebab aufzutauchen, den es zu probieren gilt.

Vergangenes Jahr ist Mustafa’s temporär expandiert. Genauer gesagt für ein Wochenende, und zwar auf die Mode- und Lifestylemesse Bread & Butter in der Arena in Treptow. Doch wie kam es dazu, dass eine Dönerbude auf einer solchen Messe vertreten war? Die Marke Diesel hat eine limitierte Kollektion mit der Dönerbude herausgebracht, diese Shirts und Sweatshirts wurden dann dort präsentiert und verkauft. Natürlich gab es auch den berühmten Döner. Klingt verrückt, war aber tatsächlich so!

Bei der Anzahl an Dönerläden in Berlin ist es natürlich extrem wichtig herauszustechen und das hat der Besitzer Tarik Kara sehr eindrucksvoll geschafft. Wie der Hype um Mustafa’s Gemüse Döner entstanden ist, erklärt einer der Hauptverantwortlichen Joachim Bosse hier im Podcast “Hotel Matze” von Matze Hielscher.

Allerdings gibt es noch viele gute Alternativen in Berlin, um einen guten Döner zu bekommen. Meine Favoriten sind der „MS Gemüse Döner“ in Steglitz und „Seven Days“ und „Rüyam“ (beide in Schöneberg). Vorteil: Dort wartet man nicht so lange auf den Döner. Trotzdem würde ich jedem empfehlen einmal Mustafa’s zu testen, um die ganze Atmosphäre und den Hype rund um die kleine weiße unscheinbare Dönerbude am Mehringdamm in Kreuzberg live mitzuerleben.

„Welche Soße bitte?“, fragt der Mann erneut und reißt mich aus meinen Gedanken. „Ein bisschen Kräuter bitte“, antworte ich. Wenig später habe ich ihn dann in der Hand, den beliebtesten Döner Berlins. Wie er schmeckt, müsst ihr allerdings selbst herausfinden.